DIE BESTANDTEILE DER SATANISCHEN
MAGIE
A. Begehren
Der erste Bestandteil bei der Durchführung eines
Rituals ist das Begehren, auch Motivation,
Verlockung oder emotionale Überzeugung
genannt. Wenn du ein bestimmtes Ergebnis gar nicht
wirklich wünscht, solltest du kein Werk ausführen.
Man kann kein Werk „probehalber“ vollbringen, und die
einzige Möglichkeit, dass ein Magier irgendwelche
„Tricks“ machen kann, wie Gegenstände zu bewegen, ist,
dass er einen starken emotionalen Grund dafür hat. Es
stimmt zwar, dass der Magier, der seine Macht
vergrößern will, indem er andere mit seinen Künsten
beeindruckt, greifbare Beweise seines Könnens vorlegen
muss. Das satanische Konzept der Magie sieht jedoch
keine Genugtuung durch das Zurschaustellen magischer
Fähigkeiten vor.
Der Satanist zelebriert ein Ritual zur Erfüllung seiner
Wünsche und verschwendet weder Zeit noch Energie auf
solche unergiebigen Dinge, wie einen Bleistift mit
magischer Kraft auf dem Tisch herumrollen zu lassen,
etc. Die Menge an Energie, die gebraucht wird, um eine
Teetasse durch Levitation (wirklich) zu bewegen, würde
ausreichen, um eine bestimmte Idee in die Köpfe von
Menschen quer über den Globus zu pflanzen, und sie
damit deinem Willen zu unterwerfen. Der Satanist weiß,
auch wenn er die Teetasse erfolgreich schweben lassen
könnte, ihm sowieso unterstellt wird, einen Trick
angewendet zu haben. Wenn der Satanist also
irgendwelche Gegenstände schweben lassen will, dann
benutzt er Draht, Spiegel oder andere Hilfsmittel und
spart somit seine eigene Energie. Alle „begnadeten“
Medien und Weißlicht-Mystiker wenden mit ihren
Augenbinden und verschlossenen Umschlägen reine
Bühnenmagie an - wenn auch teilweise ohne
scheinheilige „spirituelle“ Untertöne.
Ein kleines Kind lernt, dass etwas eintrifft, wenn man es
sich nur lange genug wünscht. Dies ist sehr
bedeutungsvoll. Wünschen bedeutet Begehren, während
Beten mit Besorgnis verbunden ist. Die „Heilige Schrift“
verkehrte Begehren in Lust, Habsucht und Gier. Sei wie
ein Kind, und unterdrücke dein Begehren nicht, sonst
geht dir der erste Bestandteil für da magische Arbeiten
verloren. Lasse dich in Versuchung führen und nimm dir,
was dich versucht, wann immer du kannst!
B. Zeitpunkt
Einer der wichtigsten Bestandteile in erfolgreichen
Situationen ist der richtige Zeitpunkt. Bei einem Ritual
kann der Zeitpunkt sogar noch größeren Erfolg oder
Misserfolg bedeuten. Die beste Zeit, um einen
Zauberspruch oder Fluch auszusenden ist, wenn sich dein
Zielobjekt im aufnahmefähigsten Zustand befindet. Die
Aufnahmefähigkeit für den Willen des Magiers ist dann
am größten, wenn der Empfänger so passiv wie möglich
ist. Es mag jemand einen noch so starken Willen haben,
wenn er schläft, ist auch er passiv. Darum ist der
günstigste Zeitpunkt, deine magische Energie
auszusenden, wenn er oder sie schläft.
Esgibt bestimmte Schlafphasen, die besser als andere
geeignet sind für die Empfänglichkeit von äußeren
Einflüssen. Wer von der täglichen Arbeit erschöpft ist,
„schläft wie ein Murmeltier“, bis sein Geist und Körper
ausgeruht sind. Diese Tiefschlafphase dauert vier bis
sechs Stunden, danach beginnt die Phase des
„Traumschlafes“, die zwei bis drei Stunden andauert oder
bis zum Erwachen. In diesem „Traumschlaf“ ist der Geist
am empfänglichsten für äußere oder unbewusste
Einflüsse.
Nehmen wir an, der Magier will jemanden verfluchen,
der üblicherweise um 23 Uhr schlafen geht und um 7 Uhr
aufsteht. Dann ist die effektivste Zeit für ein Ritual um
ca. 5 Uhr morgens bzw. zwei Stunden bevor der
Empfänger aufwacht.
Vorraussetzung ist, dass der Magier in Höchstform sein
muss, da er bei dem Ritual der „sendende“ Faktor ist.
Hexen und Zauberer sind traditionell Nachtmenschen,
was verständlich ist. Einen besseren Zeitplan gibt es
nicht, um ahnungslosen Schläfern seine Gedanken zu
senden! Wenn die Menschen wüssten, welche Gedanken
ihnen im Schlaf eingeimpft werden! Der Traumzustand
ist die Geburtsstätte künftiger Geschehnisse. Große
Gedanken offenbaren sich beim Erwachen und der Geist,
der sich an diese Gedanken in bewussten Zustand
erinnert, kann Großes leisten. Wer jedoch von
unbewussten Gedanken geleitet wird, gerät in
Situationen, die später als „Schicksal“, „Gottes Wille“
oder Unfall interpretiert werden!
Es gibt noch andere Zeiten im täglichen Leben eines
Menschen, die ihn aufnahmefähig für den Willen des
Zauberers machen. Tagträume, Langeweile, oder wenn
die Zeit nicht vergehen will, sind günstige Momente der
Beeinflussung.
Wenn eine Frau das Ziel deines Zaubers ist, solltest du
die Bedeutung des Menstruationszyklus nicht außer Acht
lassen. Wenn der Mann nicht träge geworden wäre durch seine einengende evolutionäre Entwicklung, wüsste er, so
wie es ein Vierbeiner weiß, wann das Weibchen am
meisten auf Sex Lust hat. Die Nase des Mannes ist
normalerweise nicht so ausgestattet, dass sie solche
verräterischen erotischen Düfte aufspüren kann. Selbst
wenn er mit solchen ausgestattet ist, das Objekt seiner
Begierde wird versuchen, „den Geruch loszuwerden“
durch große Mengen Parfüm, um diese „peinlichen“
Ausdünstungen zu überdecken und zu unterdrücken, oder
die Entdeckung völlig zu verhindern durch den Einsatz
starker Deodorants.
Trotz dieser entmutigenden Tatsachen ist der Mann
motiviert, einen Annäherungsversuch zu wagen, da er
unbewusst die Veränderung in der Chemie des Körpers
der Frau bemerkt. Dies erfolgt durch einen sensorischen
Anhaltspunkt, und zwar durch den Geruchssinn. Man
sollte in der Entwicklung des Menschen bis zu seinem
tierischen Ursprung zurückgehen und könnte dann diese
Kräfte viel bewusster einsetzen, aber für die
Zartbesaiteten hätte dies vielleicht einen Beigeschmack
der Lykanthropie. Es gibt jedoch einen einfacheren Weg,
und zwar den, die Daten und Häufigkeit des
Menstruationszyklus der begehrten Frau
herauszubekommen. Unmittelbar vor und nach der
Periode ist die Frau normalerweise am stärksten sexuell
zugänglich. Darum sind für den Magier die Schlafphasen
während dieser Tage am geeignetsten zum Einflößen
sexueller Gedanken oder Motivationen.
Hexen und Zauberinnen haben einen viel größeren
Zeitraum zur Verfügung beim Aussenden eines
Liebeszaubers auf die Männer ihrer Wahl. Weil der
Sexualtrieb des Mannes konstanter ist als bei Frauen,
(obwohl es viele Frauen gibt, die einen gleich starken
oder stärkeren Sexualtrieb haben), ist der auf den Tag
genaue Zeitpunkt nicht so wichtig. Jeder Mann, der nicht
völlig ausgetrocknet ist, ist ein geeignetes Opfer für die
geschickte Hexe. In der Zeit nach der Frühjahrs-
Tagundnachtgleiche hat der Mann die stärkste sexuelle
Energie und verhält sich entsprechend. Allerdings muss
die Hexe auch von ihrer Magie stärker gebrauch machen,
da seine Augen umherschweifen.
Sollte der Ängstliche fragen: „Gibt es keinen Schutz
gegen solche Hexerei? lautet die Antwort „Ja, es gibt
einen Schutz. U darfst nie schlafen oder tagträumen,
niemals schwache Gedanken haben, und dein Verstand
darf nie aufnahmebereit sein. Dann bist du vor den
Kräften der Magie sicher!“
C. Imagination
Der Jüngling, der sorgfältig ein Herz mit seinen Initialen
und denen seiner Liebsten in einen Baum ritzt, der kleine
Junge, der stundenlang seine Vorstellung schöner Autos
zeichnet, das kleine Mädchen, das eine abgegriffene,
zerkratzte Puppe in den Armen wiegt und denkt, das sei
ihr Baby - diese fähigen Hexen und Hexer, diese
natürlichen Magier, nutzen den magischen Bestandteil,
der als Imagination bekannt ist, und von dem der Erfolg
eines jeden Rituals abhängt.
Kinder wissen nicht, bzw. es ist ihnen egal, ob sie
künstlerisch begabt sind oder andere kreative Talente
haben, wenn sie ihre eigene Imaginationskraft bei der
Verfolgung ihrer Ziele einsetzen, wogegen die
„zivilisierten“ Erwachsenen ihren kreativen Bemühungen
viel kritischer gegenüberstehen. Aus diesem Grund kann
ein „primitiver“ Magier eine Puppe aus Lehm oder eine
grobe Zeichnung erfolgreich bei seiner magischen Arbeit
einsetzen. Für ihn ist das Bild genau so, wie er es
braucht.
Alles, was die Emotionen während eines Rituals
verstärkt, vergrößert seinen Erfolg. Gegenstände wie
Zeichnungen, Gemälde, Skulpturen, Schriften, Photos,
Kleidungsstücke, Düfte, Geräusche, Musik,
Bühnenbilder oder geschilderte Situationen, die in die
Zeremonie integriert werden, sind dem Zauberer
dienlich.
Die Imagination ist eine ständige Gedächtnishilfe, ein
Mittel zur Aktivierung des Intellekts, ein geeigneter
Ersatz für das eigentliche Objekt. Die Imagination kann
auch nach dem Willen des Magiers manipuliert,
aufgebaut, verändert und kreiert werden, und diese
imaginatorisch geschaffene Kopie führt zur Veränderung
der Realität.
Wenn du sexuelle Freuden mit der Person deiner Wahl
genießen möchtest, dann musst du die gewünschte
Situation als integralen Bestandteil der Zeremonie auf
Papier, Leinwand oder schriftlich darstellen, und zwar so
übertrieben wie möglich.
Wenn du materielle Wünsche hast, musst du dir
Abbildungen von ihnen ansehen - umgebe dich mit den
dazugehörigen Gerüchen und Geräuschen - erschaffe
einen Magneten, der die Situationen oder Dinge anzieht,
die du dir wünscht!
Um die Vernichtung deine Feinde zu erreichen, musst du
sie vertretungsweise auslöschen! Sie müssen auf die
überzeugendste Weise erschossen, erstochen,
krankgemacht, verbrannt, zerschmettert, ersäuft oder
zerrissen werden! Es ist durchaus verständlich, warum
die Frommen des Pfades zur Rechten solche
„Götzenbilder“ ablehnen. Die Imagination, die der
Zauberer als gut funktionierendes Mittel zur Erzielung
materieller Realitäten einsetzt, steht im völligen
Gegensatz zu esoterischer Spiritualität.
Ein griechischer Magier begehrte einst eine Frau, die
seine Wünsche erfüllen sollte. Er war so von dem
Gegenstand seiner Träume besessen, dass er daran ging,
ein solch wundersames Wesen zu schaffen. Als er mit
seiner Arbeit fertig war, verliebte er sich dermaßen tief
und unwiderruflich in die von ihm erschaffen Frau, dass
sie für ihn nicht länger aus Stein sondern aus sterblichem
Fleisch, lebendig und warm war; und so erhielt der
Magus, Pygmalion, die größte aller magischen
Erfüllungen, denn die schöne Galatea wurde die seine.
D. Zielrichtung
Einer der am häufigsten übersehenen Bestandteile
magischer Arbeit ist die Bündelung und anschließende
Lenkung der Kraft in eine bestimmte Richtung, um ein
Ziel wirkungsvoll zu erreichen.
Meist führen die Möchtegern-Hexen und -Hexer ein
Ritual durch und warten dann anschließend ängstlich auf
das erste Anzeichen des Erfolgs ihrer Arbeit. Sie könnten
genau so gut aus Sorge in die Knie gehen und beten,
denn ihr Übereifer reduziert ihre Erfolgschancen auf
Null. Außerdem sind Zweifel angebracht, ob mit dieser
Einstellung überhaupt genügend konzentrierte Energie
aufgebracht werden kann, um ein Ritual erfolgreich
durchzuführen.
Wer sich ständig beklagt über die Situation, die
herbeigeführt werden soll, und auf ihr herumreitet,
schwächt garantiert nur seine zielgerichtete Kraft, die
dann spärlicher fließt und versickert. Wenn der Wunsch
erst einmal stark genug geworden ist, um die Kräfte der
Magie einsetzen zukönnen, muss alles unternommen
werden, diesem Wunsch symbolisch Ausdruck zu
verleihen - während der Durchführung des Rituals -
NICHT vorher oder nachher!
Der Zweck eines Rituals besteht darin, den Magier von
Gedanken zu befreien, die ihn unnötig stören würden,
wenn er sich dauernd damit befasst. Ewiges Nachdenken,
Tagträume und andauerndes Pläneschieben verbraucht
die emotionale Energie, die sonst zu einer dynamisch
einsetzbaren Kraft gebündelt werden könnte; abgesehen
davon, dass auch die ganz alltägliche Leistungsfähigkeit
durch solche verzehrenden Ängste stark eingeschränkt
wird.
Die Hexe, die ihre Zaubersprüche aussendet und
zwischendurch endlos auf den Telephonanruf ihres
zukünftigen Freundes wartet; der mittellose Magier, der
die Segnungen Satans beschwört und dann wie auf
heißen Kohlen auf das Eintreffen des Schecks wartet; der
Mann, dem Unrecht getan wurde, und der, nachdem er
seinen Feind verflucht hat, enttäuscht mit langem Gesicht
und gerunzelter Stirn davontrottet - das sind alles
typische Beispie le fehlgeleiteter emotionaler Energie.
Kein Wunder, dass sich die „Weißmagier“ vor
Vergeltung fürchten, wenn sie einen „bösen“
Zauberspruch aussenden! Die Vergeltung, die den
schuldgeplagten Absender trifft, hat er seinem schlechten
Gewissen zu verdanken!
E. Verhältnismäßigkeit
In der rituellen Magie ist die Verhältnismäßigkeit ein
Bestandteil, der bei sexualmagischen und
Mitleidsritualen stärker beachtet werden muss als bei
dem Aussenden von Flüchen. Sie ist ein kleiner aber
äußerst wichtiger Bestandteil.
Das völlige Verstehen und Beachten dieses Faktors ist
eine Fähigkeit, die nur wenige Hexen und Zauberer
jemals erlernen. Es geht einfach darum, die
Persönlichkeit und die Situation genau zu kennen, bei der
du deine Magie am einfachsten und erfolgreichsten
einsetzen kannst. Die eigenen Grenzen einschätzen zu
können ist zugegebenermaßen eine etwas seltsame Art
der Selbstbeobachtung für jemanden, der in der Lage sein
sollte, das Unmögliche zu erreichen; aber in vielen
Situationen entscheidet diese Selbsteinschätzung über
Gelingen oder Versagen.
Wenn du bei dem Bemühen, deine Ziele mit höherer und
niederer Magie zu erreichen, ständig scheiterst und
versagst, dann denke mal darüber nach: Bist du das Opfer
deines fehlgeleiteten, ehrgeizigen Egos, das dich dazu
gebracht hat, etwas zu versuchen, was absolut keine
Chancen auf Erfolg hat? Bist du ein talentloser,
unmusikalischer Mensch, der versucht, durch Magie zum
berühmten Sänger zu werden, obwohl er keinen Ton
trifft? Bist du eine schlichte, glanzlose Hexe mit großen
Füssen, langer Nase und überdimensionalem Ego sowie
stark ausgeprägter Akne und sendest Liebeszauber aus,
um einen hübschen jungen Filmstar zu erobern? Bist du
ein fetter, unförmiger, geiler Kerl mit vorstehenden
Zähnen, der sich eine knackige junge Stripperin als
Geliebte suchen möchte? Wenn dies der Fall ist, solltest
du besser lernen, den Faktor der Verhältnismäßigkeit
anzuwenden, oder du wirst andauernd versagen!
Es ist nicht einfach, seine Wünsche mit seinen
Fähigkeiten in Einklang zu bringen, und viele Menschen
begreifen nicht, dass „ein halber Laib Brot besser sein
kann als keiner“, wenn sie nicht das Maximum erreichen.
Der chronische Verlierer weist die Chance, 50.000 Dollar
zu erhalten, mit einem höhnischen Lächeln zurück, weil
er nicht in der Lage ist, eine Million Dollar zu machen.
Eine der stärksten Waffen des Magiers ist die, sich selbst
zu erkennen; seine Talente, Fähigkeiten, physischen
Stärken und Schwächen usw., und wann, wo und mit
wem er gebrauch davon macht. Der Mensch, der nichts
zu bieten hat und sich mit großartigen Ratschlägen und
dem versprechen von Reichtum an einen
Erfolgsmenschen wendet, ähnelt dem Floh, der versucht
am Bein des Elefanten hochzuklettern , um ihn zu
vergewaltigen!
Die aufstrebende Hexe, die sich vormacht, dass ein Werk
auch bei magischer Unverhältnismäßigkeit immer
gelingt, wenn man nur intensiv genug arbeitet, vergisst
eine wichtige Regel:
MAGIE IST WIE DIE NATUR, UND MAGISCHER
ERFOLG SETZT EIN ARBEITEN IN HARMONIE
MIT DER NATUR, NICHT GEGEN SIE, VORAUS.
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