DAS BUCH BELIAL - (Erde) Teil1

Veröffentlicht auf von koma1980

THEORIE UND PRAXIS DER SATANISCHEN
MAGIE

(Definition und Zweck)
ie Definition der Magie, wie sie in diesem buch
beschrieben wird, lautet: „Veränderung von
Situationen oder Ereignissen entsprechend dem
eigenen Willen, die mit allgemein üblichen Methoden
nicht verändert werden können.“ Dies lässt
zugegebenermaßen einen großen Spielraum für
persönliche Auslegungen. Manche behaupten, dass diese
Anweisungen und Verfahren nichts anderes sind als
angewandte Psychologie, oder wissenschaftliche
Tatsachen, die mit „magischen“ Begriffen bezeichnet
werden - bis sie auf einen Stelle im Text stoßen, die sich
„wissenschaftlich nicht erklären lässt“. Aus diesem
Grund wurde auch nie versucht, die Erklärungen für
einen bestimmten festgelegten Begriff zu begrenzen.
Magie ist niemals völlig wissenschaftlich erklärbar, aber
Wissenschaft wurde immer mal für Magie gehalten.
Es gibt keinen Unterschied zwischen „Schwarzer“ und
„Weißer“ Magie, außer in der selbstgefälligen Heuchelei,
der schuldgeplagten Selbstgerechtigkeit und dem
Selbstbetrug des „weißen“ Magiers persönlich. In der
klassischen religiösen Tradition wird „Weiße“ Magie für
uneigennützige, wohlmeinende und „gute2 Zwecke
eingesetzt, während „Schwarze“ Magie für persönliche

Glorifizierung und Macht sowie für „böse“ Zwecke
ausgeübt wird. Niemand auf dieser Welt, der sich mit
okkulten Studien, Metaphysik, PSI, Yoga oder
irgendwelchen anderen „Weißlicht“-Inhalten beschäftigt,
tut dies ohne das ziel der persönlichen Genugtuung und
Stärkung der eigenen Macht. Der eine geht lieber im
Büßerhemd und der Andere in Seide. Des einen Freud ist
des anderen Leid, und das trifft auch auf „Gut“ und
„Böse“ zu. Jeder praktizierende Magier ist überzeugt
davon, dass seine Art der Magie die „richtige“ ist.
Es gibt zwei Kategorien von Magie, rituell bzw.
zeremoniell und nicht-rituell bzw. manipulativ.
Ritualmagie beinhaltet die Durchführung einer formalen
Zeremonie, die zumindest teilweise in einem für diese
Zwecke und für eine bestimmte Zeit abgegrenzten Raum
stattfindet. Ihre Hauptaufgabe ist es, ansonsten
anderweitig vergeudetes Adrenalin und emotionell
hervorgerufene Energie zu isolieren und in eine
dynamisch übertragbare Kraft umzuwandeln. Das Ritual
ist eine rein emotionale und keine intellektuelle
Angelegenheit. Jegliche intellektuelle Handlung muss
vor und nicht während der Zeremonie stattfinden. Diese
Art der Magie wird manchmal als „Höhere Magie“
bezeichnet.
Nicht-rituelle oder manipulative Magie, auch „niedere
Magie“ genannt, besteht aus der List und Tücke, die man
erreicht durch den Einsatz bestimmter Mittel und
künstlich hervorgerufener Situationen, und deren
Anwendung zu „einer Veränderung in Übereinstimmung
mit dem eigenen Willen“ führt. In früheren Zeiten wurde

dies als „Faszination“, „Ausstrahlung“ oder „böser
Blick“ bezeichnet.
Die meisten Opfer der Hexe nprozesse waren gar keine
Hexen. Oft waren die Opfer exzentrische alte Frauen, die
entweder senil oder gesellschaftlich nicht angepasst
waren. Andere waren außergewöhnlich attraktive Frauen,
die die Aufmerksamkeit mächtiger Männer auf sich
lenkten und ihren Annäherungsversuchen nicht
nachgaben. Die richtigen Hexen wurden selten
hingerichtet oder vor Gericht gestellt, da sie die Kunst
der Bezauberung beherrschten und mit ihrem Charme ihr
Leben retten konnten. Die meisten wirklichen Hexen
haben mit den Inquisitoren geschlafen. Das ist der
Ursprung des Wortes „Ausstrahlung“. Die alte
Bedeutung von Ausstrahlung war Hexerei. Das
wichtigste Gut einer modernen Hexe ist ihre Fähigkeit,
verlockend zu wirken bzw. ihre Ausstrahlung
einzusetzen. Das Wort „Faszination“ hat eine ähnliche
okkulte Bedeutung. Mit Faszination wurde das böse
Auge beschrieben. Den Blick eines Menschen auf sich zu
ziehen, mit anderen Worten, ihn zu faszinieren,
bedeutete, ihn mit dem bösen Blick zu verfluchen. Wenn
also eine Frau die Fähigkeit besaß, Männer zu
faszinieren, wurde sie als Hexe angesehen.
Ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung einer Hexe
oder eines Hexers ist der wirkungsvoll eingesetzte Befehl
„Hersehen“. Um jemanden zu manipulieren, muss man
zuerst seine Aufmerksamkeit erregen und halten.
Die Methoden, mit denen der Befehl „hersehen“
durchgesetzt werden kann, sind Sex, Gefühl oder Wunder

bzw. eine Kombination der drei. Eine Hexe muss ehrlich
entscheiden, in welche der Kategorien sie ihrem Wesen
nach am besten passt. Die erste Kategorie, Sex, ist
offensichtlich. Wenn eine Frau attraktiv ist oder sexuelle
Anziehungskraft besitzt, sollte sie alles unternehmen, um
sich so verlockend wie möglich darzustellen und somit
ihr Geschlecht als ihre mächtigste Waffe einzusetzen.
Wenn sie erst einmal die Aufmerksamkeit eines Mannes
durch ihre sexuelle Ausstrahlung erregt hat kann sie ihn
nach ihrem Willen beeinflussen. Die zweite Kategorie ist
das Gefühl. Üblicherweise fallen ältere Frauen in diese
Kategorie. Hierzu gehört die „weise Frau“, die in einem
kleinen Häuschen auf dem Lande wohnt, und von der die
Leute denken, dass sie ein wenig exzentrisch ist. Kinder
sind üblicherweise fasziniert von dieser Art Hexe, da sie
ihre Phantasie anregt, und junge Erwachsene holen sich
bei ihr weise Ratschläge. Durch ihre Unschuld können
Kinder ihre magische Kraft wahrnehmen. Indem sie ihr
Image als nette alte Dame von nebenan pflegt, kann sie
die Kunst der Irreführung einsetzen, um ihre Ziele zu
erreichen. Die dritte Kategorie ist das Wunder. Diese
Kategorie passt zu Frauen, an deren Aussehen etwas
seltsames oder furchteinflößendes ist. Damit können sie
die Menschen beeinflussen, weil diese ganz einfach
Angst vor den Konsequenzen haben, wenn sie nicht
gehorchen.
Manche Frauen passen gleichzeitig in mehrere
Kategorien. Zum Beispiel kann das junge Mädchen, das
sauber und unschuldig wirkt, aber gleichzeitig sehr sexy
ist, Sex mit Gefühl kombinieren. Oder die Femme fatale,
die ihren Sexappeal mit einem finsteren Unterton
verbindet, kann Sex und Wunder einsetzen. Wenn die

Hexe ihre Fähigkeiten analysiert hat, muss sie
entscheiden, in welche Kategorie, bzw. Kombination von
Kategorien sie fällt und kann diese dann in der
angemessensten Art einsetzen.
Auch ein Mann, der ein erfolgreicher Magier werden
will, muss die für ihn geeignete Kategorie aussuchen.
Der attraktive oder sexuell anziehende Mann fällt
natürlich in die erste Kategorie - Sex. Die zweite
Kategorie, Gefühl, passt zum älteren Mann, der z.B.
elbenhaft oder als Waldbewohner auftritt. Der nette alte
Opa (oft ein alter Lustmolch!) fällt auch in die Kategorie
Gefühl. Der dritte Typ Mann ist der mit dem finsteren
oder teuflischen Aussehen. Genau wie die Frauen muss
jeder dieser Männer seine spezielle Wesensart einsetzen,
um den Blick auf sich zu ziehen.
Sein Aussehen einzusetzen, um emotionale Reaktion zu
erzielen, ist eines der wichtigsten Mittel in der Praxis der
niederen Magie. Jeder, der so dumm ist, zu sagen „Die
äußere Erscheinung ist unwichtig“, täuscht sich schwer.
Gutes Aussehen ist nicht nötig, aber ein „Aussehen“ ist
unbedingt notwendig!
Geruch ist ebenfalls ein wichtiger Faktor der
Beeinflussung in der niederen Magie. Tiere fürchten sich
und misstrauen bekanntlich allem, das nicht riecht. Und
auch wenn wir, als menschliche Tiere, das Urteil, das wir
mit dem Geruchssinn fällen, vom Verstand her ablehnen,
so werden wir von ihm doch genau so beeinflusst wie die
Vierbeiner. Wenn du ein Mann bist und eine Frau
bezaubern willst, lasse die natürlichen Ausdünstungen
deines Körpers ausströmen, als animalischen Kontrast zu

deiner korrekten Erscheinung. Wenn du als Frau einen
Mann verzaubern willst, sollst du nicht fürchten, dass du
ihn „beleidigst“, nur weil du die Öle und Düfte deines
Körpers nicht abgeschrubbt hast oder die Stelle zwischen
deinen Schenkeln nicht trocken und steril ist. Diese
natürlichen Gerüche sind die sexuellen Reizmittel, die
die Natur in ihrer magischen Weisheit geschaffen hat.
Alle Gerüche, die angenehme Erinnerungen und
Nostalgie hervorrufen, stimulieren das Gefühl. Den
Magen eines Mannes zu bezaubern beginnt schon mit
dem leckeren Duft des Essens! Für den „Gefühlstyp“
unter den Hexen ist diese Art der Verzauberung am
praktischsten. Man braucht sich auch gar nicht lustig zu
machen über die Taktik eines Mannes, der eine junge
Frau bezaubern wollte, die in ihren Kindheitserlebnissen
in einem Fischerdorf nachtrauerte: Die Methoden der
niederen Magie nutzend, steckte er sich eine Makrele in
die Hosentasche und erntete die Früchte der großen
Liebe.
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