DAS BUCH LUZIFER - (Luft) Teil11

Veröffentlicht auf von koma1980

RELIGÖSE FEIERTAGE

Der höchste aller Feiertage der satanischen
Religion ist der eigene Geburtstag. Dies steht in
direktem Widerspruch zum heiligsten der
heiligen Tage anderer Religionen, die einen bestimmten
Gott anbeten, den sie als ihr Ebenbild in
anthropomorpher Form erschaffen haben, und dadurch
zeigen, dass sie ihr Selbstbewusstsein gar nicht begraben
haben.
Der Satanist denkt: „Warum sollte man nicht so ehrlich
sein und den Gott, den man sich vorstellt, als sich selbst
vorstellen.“ Jeder Mensch ist ein Gott, wenn er sich
selbst als Gott anerkennt. So feiert der Satanist seinen
eigenen Geburtstag als wichtigsten Feiertag des Jahres.
Bist du denn nicht glücklicher über deine Geburt als über
die Geburt von jemandem, den du überhaupt nicht
kennst? Oder, mal abgesehen von den religiösen
Feiertagen, warum sollte man dem Geburtstag eines
Präsidenten oder irgend einem Datum der Geschichte
mehr Aufmerksamkeit schenken als dem Tag, an dem wir
auf diese großartigste aller Welten gekommen sind?
Selbst wenn einige von uns nicht gewollt oder zumindest
nicht geplant waren, sind wir doch froh, hier zu sein,
auch wenn es sonst niemand ist! Du solltest dir auf die
Schulter klopfen, dir kaufen, worauf du Lust hast, dich
behandeln wie den König (oder Gott), der du bist, und
Deinen Geburtstag so aufwendig und prunkvoll wie nur
möglich begehen.

Nach dem eigenen Geburtstag sind die Walpurgisnacht
und Halloween oder All Hallows’ Eve (Vorabend von
Allerheiligen) die beiden wichtigsten Feiertage.
St. Walpurgis - auch Walpurga oder Walburga, je nach
Epoche und Region, wurde in Sussex gegen Ende des
siebten oder Anfang des achten Jahrhunderts geboren und
in Winburn, Dorset, erzogen, wo sie, nachdem sie den
Schleier nahm, 27 Jahre lang blieb. Sie zog dann, auf
Drängen ihres Onkels, St. Bonifazius und ihres Bruders
St. Willibald, mit einigen Nonnen nach Deutschland, wo sie religiöse Ansiedlungen gründete. Ihre erste
Niederlassung war in Bischofsheim in der Diözese von
Mainz, und zwei Jahre später (754 A.D.) wurde sie
Äbtissin des Benediktinerinnenklosters in Heidenheim, in
der Diözese von Eichstadt, Bayern, die ihrem Bruder
Willibald unterstellt war. Dort wurde zur gleichen Zeit
ein anderer ihrer Brüder, Winnebald, Vorsteher eines
Mönchsklosters. Als er 760 starb, wurde sie seine
Nachfolgerin und führte die Oberaufsicht über beide
Häuser bis zu ihrem Tod am 25. Februar 779. Ihre
Reliquien wurden nach Eichstadt gebracht und in einer
Höhle begraben, aus der eine Art bituminöses Öl austrat,
später bekannt als Walpurgisöl, dem man eine
wundersame Wirkung gegen Krankheiten nachsagte. Die
Höhle wurde zum Wallfahrtsort und Eine große Kirche
wurde an dieser Stelle gebaut. Man gedenkt ihrer zu
verschiedenen Gelegenheiten, hauptsächlich aber am 1.
Mai, der auf das Datum eines früheren heidnischen
Festes fällt. All dieses langatmige Geschwafel wurde
erstaunlicherweise für notwendig gehalten, um den
Fortbestand des wichtigsten heidnischen Festes des

Jahres zuzulassen - den großartigen Höhepunkt der
Frühjahrs-Tagundnachtgleiche!
Der Vorabend des 1. Mai ist dafür bekannt, dass alle
Dämonen, Gespenster, Schreckgespenster und weiße
Frauen hervorkommen und ihre wilden Gelage abhalten,
und damit die Verwirklichung der Frühjahrs-
Tagundnachtgleiche symbolisieren.
Halloween - All Halllows’ Eve oder All Saint’s Day-
fällt auf den 31. Oktober oder 1. November. Ursprünglich
war All Hallows’ Eve eines der großartigen Bauernfeste
in Britannien zur Zeit der Druiden. In Schottland
bedeutete es den Zeitpunkt, wenn die Geister der Toten,
die Dämonen, Hexen und Zauberer ungewöhnlich lebhaft
und gnädig sind. Paradoxerweise war All Hallows’ Eve
auch die Nacht, in der junge Leute magische Rituale
vollzogen, um ihre zukünftigen Lebenspartner zu
bestimmen. Die Dorfjugend beging den Abend mit viel
fröhlichem Getöse und lustvoller Feierei, aber die älteren
Menschen trafen Vorkehrungen, ihre Häuser vor den
bösen Geistern, Hexen und Dämonen zu schützen, die in
dieser Nacht außergewöhnliche Kräfte hatten.
Die Sonnenwenden und Tagundnachtgleichen werden
auch gefeiert, weil sie den ersten Tag der Jahreszeiten
ankündigen. Der Unterschied zwischen einer
Sonnenwende und einer Tagundnachtgleiche ist
sematisch und definiert die Beziehung zwischen Sonne,
Mond und den Fixsternen. Die Sonnenwende bezieht sich
auf Sommer und Winter; die Tagundnachtgleiche auf
Frühling und Herbst. Die Sommersonnenwende ist im
Juni und die Wintersonnenwende im Dezember. Die

Herbst-Tagundnachtgleiche ist im September und das
Frühlings-Äquinoktium im März. Sowohl die
Tagundnachtgleichen als auch die Sonnenwenden
variieren um ein oder zwei Tage von Jahr zu Jahr,
abhängig vom jeweiligen Mondzyklus, aber
normalerweise fallen sie auf den 21. oder 22. des Monats.
Fünf oder sechs Wochen nach diesen Tagen werden die
sagenhaften satanischen Feiern zelebriert.
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