DAS BUCH LUZIFER - (Luft) Teil8

Veröffentlicht auf von koma1980

SINNESFREUDE DURCH HINGABE – NICHT
ZWANG!

Die höchste Ebene der menschlichen Entwicklung
ist, sich seiner Körperlichkeit bewusst zu sein!
Der Satanismus bestärkt seine Anhänger darin, ihren
natürlichen Trieben nachzugeben. Nur so kann man
völlig zufrieden und ohne Frustrationen leben, die für
einen selbst und andere schädlich sein können. Deshalb
lautet die einfachste Beschreibung der satanischen
Denkweise:
Sinnesfreude anstatt Enthaltsamkeit!
Die Menschen verwechseln oft Zwang mit Sinnesfreude,
aber zwischen beiden besteht ein großer Unterschied.
Zwang entsteht niemals aus Sinnesfreude, sondern
dadurch, dass man nicht zur Sinnesfreude fähig ist. Wenn
etwas tabuisiert wird, verstärkt sich nur das Verlangen
danach, es zu tun. Jeder tut gern Dinge, die man ihm
verboten hat. „Die verbotenen Früchte sind die süßesten“.
Websters enzyklopädisches Wörterbuch erklärt
Sinnesfreude (indulgence) folgendermaßen: „Sich einer
Sache hingeben; sich nicht zurückhalten oder
widersetzen; freien Lauf lassen; Befriedigung durch
Hingeben, gewähren lassen“. Die Definition des
Begriffes Zwang im gleichen Lexikon lautet: „Der
Vorgang des Bezwingens oder Antreibens mittels

physischer oder psychischer Gewalt; Bezwingen des
Willens; (zwingend, obligatorisch).“ Mit anderen
Worten, Sinnesfreude schließt die freie Wahl mit ein,
während Zwang das Fehlen von Auswahlmöglichkeiten
bedeutet.
Hat jemand keine Möglichkeit, seine Bedürfnisse
auszuleben, so stauen sich diese schnell auf und werden
zu Zwängen. Wenn alle die Möglichkeit hätten, ihre
persönlichen Bedürfnisse in regelmäßigen Abständen an
einem bestimmten Ort auszuleben, ohne Angst vor
Peinlichkeit oder Vorwürfen, wären sie so ausgeglichen,
dass sie ein Alltagsleben ohne Frustration führen könnte.
Befreit könnten sie voller Schwung jede Verpflichtung
auf sich zu nehmen, die zu übernehmen sie sich
ausgesucht haben, anstatt halbherzig und ohne Kreativität
an die Arbeit zu gehen, da sie ihre natürlichen Triebe
verleugnen müssen. Das trifft jedenfalls in den meisten
fällen zu. Es gibt aber auch solche Menschen, die besser
unter Druck arbeiten.
Allgemein gesehen, sind es meistens die künstlerischen
Berufe, die einen gewissen Druck brauchen, um ihre
Fähigkeiten voll zu entfalten. (Mehr dazu später, im
Zusammenhang mit Erfüllung durch Verweigerung.) Das
bedeutet aber nicht, dass alle Künstler so veranlagt sind.
Im Gegenteil, viele Künstler können erst richtig kreativ
arbeiten, wenn sie ihre grundlegenden animalischen
Bedürfnisse befriedigt haben.
Meistens sind es jedoch nicht die Künstler oder
Individualisten, denen es an der Möglichkeit zum
Ausleben ihrer Bedürfnisse fehlt, sondern die

durchschnittlichen Männer und Frauen der Mittelschicht.
Es ist eine Ironie, dass ausgerechnet der
verantwortungsbewusste, respektable Mensch -
derjenige, der die Rechnungen der Gesellschaft begleicht
- derjenige ist, der am wenigsten zurückbekommt. Er
muss ständig auf seine „moralischen Verpflichtungen“
achten und wird verurteilt, wenn er sich ganz normal
seinen natürlichen Bedürfnissen hingibt.
Die satanische Religion hält dies für eine grobe
Ungerechtigkeit. Derjenige, der seinen Verpflichtungen
nachkommt, sollte vorrangig ein Recht auf
Vergnügungen seiner Wahl haben, ohne Zensur durch die
Gesellschaft, der er dient.
Endlich wurde eine Religion (Satanismus) geschaffen,
die diejenigen, die die Gesellschaft, in der sie leben,
unterstützen, lobt und belohnt, anstatt sie für ihre
natürlichen Triebe zu verurteilen.
Aus jeder Sammlung von Grundsätzen (seien sie religiös,
politisch oder philosophisch) kann etwas Gutes abgeleitet
werden. Aus Hitlers wahnsinnigem Konzept ragt ein
Punkt heraus als leuchtendes Beispiel dafür - „Kraft
durch Freude!“. Hitler war nicht verrückt, als er den
Deutschen Glück für ihr persönliches Leben versprach,
um sich ihre Treue zu sichern und sie zu
Höchstleistungen anzutreiben.
Es ist längst erwiesen, dass die meisten Krankheiten
psychosomatisch bedingt sind und dass
psychosomatische Krankheiten eine direkte Folge von
Frustrationen sind. Man sagt „die Guten sterben jung.“

Die Guten, nach christlichen Maßstäben, sterben wirklich
jung. Es ist die Frustration unserer natürlichen Triebe, die
zu einem vorzeitigen Verfall unserer geistigen und
körperlichen Verfassung führt.
Esist modern, sich auf die Vervollkommnung von
Gemüt und Geist zu konzentrieren und zu glauben, dass
es primitiv, ordinär und ungehobelt ist, seinem Körper
(der doch die eigentliche Hülle ist, ohne die Gemüt und
Geist gar nicht existieren könnten), Freude zu bereiten.
Dabei haben in letzter Zeit die meisten Menschen, die
sich für emanzipiert halten, die Normalität nur verlassen,
um in die Idiotie zu „transzendieren“! Indem sie ihren
Hintern krümmen, bis sie ihren Bauchnabel treffen und
sich von wilden und exotischen Diäten wie braunem Reis
und Tee ernähren, glauben sie, sie würden ein hohes
Niveau geistiger Entwicklung erreichen.
„Unsinn!“ sagt der Satanist. Er isst lieber etwas Leckeres,
übt seine Imaginationskraft und transzendiert mittels
physischer und emotionaler Erfüllung. Nach Meinung
des Satanisten müsste doch jeder froh sein, nach so
vielen Jahrhunderten unsinniger religiöser Vorschriften
endlich einmal Mensch sein zu dürfen!
Falls jemand glaubt, dass er die Mittelmäßigkeit
vermeiden kann, indem er seine natürlichen Bedürfnisse
unterdrückt, dann sollte er sich die östlichen, mystischen
Religionen ansehen, die sich seit einigen Jahren einer
großen Beliebtheit erfreuen. Das Christentum ist ein
„alter Hut“, deshalb haben sich diejenigen, die diesen
Fesseln entrinnen wollten, den sogenannten „erleuchteten
Religionen“, wie dem Buddhismus zugewandt. Obwohl

das Christentum seine Kritik verdient hat, wird ihm
vielleicht mehr Schuld als gerechtfertigt ist zugewiesen.
Den Anhängern des mystischen Glaubens mangelt es
genauso wie den „fehlgeleiteten“ Christen an
Menschlichkeit. Beide Religionen basieren auf
abgedroschenen Philosophien, aber die mystischen
Frommen beteuern, erleuchtet und befreit zu sein von
dem schuldbelasteten Dogma, das typisch für das
Christentum ist. Die östliche Mystik ist noch mehr darum
besorgt als der Christ, alle animalischen Handlungen zu
vermeiden, die ihn daran erinnern, dass er kein
„Heiliger“ ist, sondern lediglich ein Mensch - nur in
anderer Form als ein Tier, manchmal besser, häufig
jedoch schlechter als die Vierbeiner, da er aufgrund
seiner „göttlichen geistigen und intellektuellen
Entwicklung“ zum bösartigsten aller Tiere geworden ist.
Der Satanist fragt: „Was ist falsch daran, sowohl
menschliche Grenzen als auch Fähigkeiten zu haben? “
Indem er seine Wünsche verleugnet hat, kommt der
Mystiker der Überwindung von Zwängen genauso wenig
näher wie seine gleichgesinnte Seele, der Christ. Die
mystischen östlichen Religionen haben den Menschen
beigebracht, ihren Bauchnabel zu betrachten, auf dem
Kopf zu stehen, nackte Wände anzustarren, sich nicht zu
schmücken, und sich gegen jedes Verlangen nach
materialistischen Freuden zu disziplinieren.
Nichtsdestotrotz bin ich sicher, dass du schon genauso
viele sogenannte Yogis gesehen hast, die wie jeder
Andere, nicht auf das Rauchen verzichten können; oder
genauso viele angeblich emanzipierte Buddhisten, die
ebenso erregt werden wie „weniger bewusste“ Menschen,
wenn sie mit dem anderen - oder in manchen Fällen auch

dem gleichen - Geschlecht konfrontiert werden. Wenn
man sie allerdings nach dem Grund für ihre Heuchelei
fragt, ziehen sie sich auf die Zweideutigkeiten zurück,
die für ihren Glauben kennzeichnend sind - niemand
kann sie festnageln, wenn keine klare Antworten gegeben
werden!
Der einzige Grund, der diese Menschen dazu gebracht
hat, eine Religion der Abstinenz zu predigen, ist die
Sinnesfreude. Ihr zwanghafter Masochismus ist der
Grund, warum sie sich eine Religion ausgesucht haben,
die nicht nur die Selbstverleugnung befürwortet, sondern
sie dafür lobt; auf diese Weise haben sie einen
sakrosankten Weg für ihre Masochistischen Bedürfnisse
gefunden. Je mehr sie ertragen können, um so heiliger
werden sie.
Der Masochismus ist für die meisten Menschen eine
Zurückweisung der Sinnesfreude. Der Satanismus deckt
die tiefgehenden Gründe auf und hält den Masochismus
dagegen für eine Art Sinnesfreude, wenn der Versuch,
jemanden von seinen masochistischen Neigungen
abzubringen, auf Unwillen und/oder Misserfolg trifft.
Der Satanist verurteilt diese Menschen nic ht, weil sie ein
Ventil für ihre masochistischen Bedürfnisse gefunden
haben, aber er empfindet eine große Verachtung
denjenigen gegenüber, die nicht ehrlich genug sein
können (wenigstens sich selbst gegenüber), ihren
Masochismus als einen natürlichen Teil ihrer
Persönlichkeit zu erkennen und zu akzeptieren.
Eine Religion als Entschuldigung für Masochismus zu
gebrauchen, ist schon schlimm genug, aber diese

Menschen haben obendrein noch die Unverschämtheit,
sich denjenigen gegenüber erhaben zu fühlen, die ihr e
Fetische nicht verleugnen! Diese Menschen wären die
Ersten, die einen anderen verurteilen, der seine
wöchentliche Befriedigung darin gefunden hat, sich von
jemanden durchprügeln zu lassen, und der sich dadurch
von dem Druck befreit, der ihn sonst zu einem
zwanghaften Kirchengänger oder religiösen Fanatiker
machen würde. Indem er ein Ventil für seine
masochistische Veranlagung findet, braucht er sich nicht
mehr zu erniedrigen und zu verleugnen, wie es diese
zwanghaften Masochisten tun.
Die Satanisten werden ermutigt, den sieben Todsünden
zu frönen, womit sie niemandem wehtun; denn diese
wurden von der christlichen Kirche nur erfunden, um bei
ihren Anhängern Schuldgefühle zu verursachen. Die
christliche Kirche weiß genau, dass niemand diesen
Sünden entgehen kann, da es alles Dinge sind, die wir
Menschen von Natur aus tun. Wenn diese Sünden dann
unvermeidlich begangen worden sind, bietet die Kirche
finanzielle Möglichkeiten, sich bei Gott „freizukaufen“
und somit das Gewissen des Gemeindemitglieds
reinzuwaschen!
Satan hat noch nie ein Regelbuch benötigt, da die
Lebenskraft von sich aus dafür sorgt, dass der Mensch
„sündhaft“ und fest entschlossen ist, sich und seine
Gefühle zu erhalten. Nichtsdestotrotz wird versucht,
seinen Körper und seine Existenz um seiner „Seele“
willen zu demoralisieren, was nur beweist, wie
irreführend und missbräuchlich die Begriffe
„Sinnesfreude“ und „Zwang“ verwendet werden.

Sexuelle Handlungen werden vom Satanismus als
selbstverständlich akzeptiert und befürwortet, aber die
Tatsache, dass er die einzige Religion ist, die diesen
Standpunkt einnimmt, ist offensichtlich der Grund,
warum immer so viel darüber geschrieben wird.
Da die meisten Menschen Religionen angehören, die sie
sexuell unterdrücken, ist es normal, dass alles, was zu
diesem provokativen Thema geschrieben wird, eine
reizvolle Lektüre bietet.
Wenn alle Versuche, etwas zu verkaufen (sei es ein
Produkt oder eine Idee) misslungen sind - mit Sex klappt
es immer. Der Grund dafür ist, dass, obwohl die
Menschen Sex heutzutage bewusst als normale und
notwendige Funktion akzeptieren, ihr Unterbewusstsein
immer noch an das Tabu gebunden ist, das die Religion
ihnen auferlegt hat. Und darum wird das, was ihnen
verweigert wird, um so heftiger begehrt. Das
Schreckgespenst Sex überschattet in der Literatur über
die satanistische Weltanschauung alles andere, was sonst
noch über Satanismus geschrieben wurde.
Der wahre Satanist wird von Sex nicht mehr beherrscht
als von irgendwelchen anderen Bedürfnissen, die er hat.
Wie bei allen anderen ange nehmen Dingen beherrscht
der Satanist den Sex, anstatt von ihm beherrscht zu
werden. Weder ist er der perverse Teufel, der nur darauf
wartet, jede Jungfrau zu schänden, noch ist er degeneriert
und lungert verstohlen in „schmutzigen“ Buchläden
herum und sabbert dort über den „schlimmen“ Bildern.
Wenn Pornographie genau das ist, was er sich gerade
wünscht, dann kauft er sich eben, ohne sich zu schämen,

einige „Stücke seiner Wahl“ und liest sie, wann es ihm
passt und ohne Schuldgefühle.
„Wir müssen akzeptieren, dass der Mensch wegen seiner
dauernden Unterdrückung verärgert ist, aber wir müssen
alles tun, um die sündhaften Bedürfnisse der Menschen
wenigstens abzumildern, sonst rennen sie zügellos in
dieses neue Zeitalter“, sagen die frommen Eiferer des
Pfades zur Rechten dem fragenden Satanisten. „Warum
glaubt ihr immer noch, dass diese Bedürfnisse sündhaft
sind und unterdrückt werden müssen, wenn ihr jetzt doch
zugebt, dass sie natürlich sind?“ entgegnet der Satanist.
Könnte es sein, dass die Weißlichter ein wenig
„angesäuert“ sind, weil sie nicht vor den Satanisten auf
die Idee gekommen sind, eine Religion zu schaffen, der
man gern folgt; und würden sie in Wahrheit nicht
vielleicht auch lieber ein bisschen mehr Freude am Leben
haben, können dies aber nicht zugeben, um ihr Gesicht zu
verlieren? Und befürchten sie vielleicht, dass die Leute,
wenn sie vom Satanismus hören, sagen: „Das ist etwas
für mich - warum soll ich weiter einer Religion folgen,
die mich für alles, was ich tue, verurteilt, obwohl
eigentlich gar nichts an mir verkehrt ist?“ Der Satanist
denkt, dass dies mehr als wahrscheinlich ist.
Zwar gibt es viele Beispiele dafür, dass die alten
Religionen immer mehr von ihren lächerlichen
Beschränkungen aufgeben, aber wenn die ganze Religion
auf Abstinenz anstatt Sinnesfreude (wie es eigentlich sein
sollte) basiert, dann bleibt nach der Modernisierung
wenig übrig, was den heutigen Bedürfnissen des
Menschen entspricht. Warum also Zeit vergeuden und
„auf ein totes Pferd setzen“?

Die Parole des Satanismus lautet „SINNESFREUDE“
anstatt „Enthaltsamkeit“ ...
ABER sie bedeutet nicht „Zwang“.
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